Hartmetall-Kegelspitze, Rundstab, Rollen: Einsatz in Werkzeugen mit höchster Verschleißfestigkeit. Wolframcarbid: Zylinder, Kugeln, Stäbe – optimal in Umformtechnik dank Hartmetall-Eigenschaften.
Beginnen wir mit Wolfram: Dieses hochschmelzende Metall zeichnet sich durch seine außergewöhnliche Dichte und Steifigkeit aus. Die spezifische Formgebung entscheidet über die Präzision in der Anwendung. So kommen Rollen, Nadeln, Stifte und Kugeln aus Wolfram überall dort zum Einsatz, wo es um präzise Führungen oder punktuelle Kraftübertragung geht. Während Nadeln und Stifte vor allem in der Messtechnik und in Kontaktsystemen gefordert sind, übernehmen Rollen und Kugeln in Lagern und Ventilen eine tragende Funktion. Die Frage nach dem „Was“ der Anwendung wird also durch die jeweilige Geometrie beantwortet.
Beim Hartmetall rückt der Einsatzort in den Fokus: Wo werden die Bauteile höchster Belastung ausgesetzt? Hartmetall – ein Verbundwerkstoff aus Wolframcarbid und einem metallischen Binder – ist für extreme Verschleißbedingungen prädestiniert. Kegelspitzen, Rundstäbe und Rollen aus Hartmetall finden sich in spanenden Werkzeugen, in Umformmaschinen und in der Zerkleinerungstechnik. Ihre überragende Härte ermöglicht Standzeiten, die mit anderen Werkstoffen nicht zu erreichen sind. Anwendungen in der Tiefbohrtechnik oder in Ziehdüsen sind typische Beispiele, bei denen die „Wo“-Frage auf raue Industrieumgebungen verweist.
Wolframcarbid schließlich, als reine chemische Verbindung oder als Hauptbestandteil von Hartmetall, steht für die Optimierung von Fertigungsprozessen. Hier lautet die Frage nach dem „Wie“: Wie werden Zylinder, Kugeln und Stäbe aus Wolframcarbid effizient eingesetzt? In der Umformtechnik dienen sie als hochpräzise Werkzeuge – etwa als Kugeln in Kugelgewindetrieben, als Zylinder in Kalibrierwerkzeugen oder als Stäbe in Strangpressanlagen. Durch die Kombination von Härte, Druckfestigkeit und thermischer Stabilität lassen sich Prozesse verschleißarm gestalten und die Maßhaltigkeit der Endprodukte sichern.
| riley stoker | 71+/-7.5 | ||||||||
| durchschnittliche Korngröße (um) | 1.2-1.8 | ||||||||
| graphitephase | < C00 | ||||||||
| Porosity (ISO) | < A02B02 | ||||||||
| TRS(N/MM2) | 1660 | ||||||||
| HRA :> | (>1300HV30) | ||||||||
| Dichte (g/cm3) | 13.0-13.5 | ||||||||
| Chemische Zusammensetzung: | WC-92%+Co-8% (YG8) | ||||||||
Wolfram, Hartmetall und Wolframcarbid ergänzen sich in der Fertigungstechnik. Die Formen – von der Nadel bis zum Rundstab, von der Kugel bis zur Kegelspitze – sind stets auf die spezifische Beanspruchung abgestimmt. Während Wolfram vor allem bei höchsten thermischen Anforderungen punktet, ist Hartmetall der unangefochtene Werkstoff für verschleißintensive Anwendungen. Wolframcarbid wiederum setzt Maßstäbe in der Umformtechnik, wo es um höchste Oberflächengüten und engste Toleranzen geht. Die gezielte Wahl der Geometrie und des Materials entscheidet letztlich über die Wirtschaftlichkeit und Präzision industrieller Prozesse.